Naturerlebnisschulhof

Ort Abensberg
Realisierung 2000
Auftraggeber Schulverband Abensberg-Biburg
Bauleiter Harald Hillebrand
Planung Schulgemeinschaft mit Harald Hillebrand im FLU Planungsteam
Gewerk Freianlagen
Herstellkosten auf Anfrage

Erster Natur-Erlebnis-Schulhof im altbairischen Raum

Im niederbayerischen Abensberg bauten Eltern, Lehrkräfte und Schulkinder der Aventinus Grundschule ihren geteerten Schulhof in einen "Traumschulhof" um. Natürlich ist dabei die gesamte Schulfamilie stark gefordert gewesen. Wissenschaftlich wurde das Projekt durch die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen begleitet. Nach den Osterferien kamen ca. 30 Lehrer/innen aus ganz Bayern auf die "Baustelle Schulhof", um die Abensberger tatkräftig zu unterstützen und selbst einschlägige Erfahrungen zu sammeln. Diese Fortbildungslehrgänge "Schulhofgestaltung" bietet die Dillinger Akademie in Kooperation mit dem "Landesbund für Vogelschutz" und dem "Verein Naturgarten" an. Sie erfreuen sich regen Zuspruchs und bilden die Grundlage dafür, dass auch andernorts naturnahe, erlebnishafte und kindgerechte Schulhöfe entstehen.

Unermüdlich arbeiteten die "Rädelsführer", bis sich der "Arbeitskreis Schulhofgestaltung" konstituierte. Schließlich war man sich einig: "Jetzt ziehen wir die Sache durch!" Es folgten Infoabende und Gespräche, Besichtigungsfahrten und schließlich sogar ein Modellbauwettbewerb aller 17 Grundschulklassen. Auch die Politiker der Stadt Abensberg und der Gemeinde Biburg machten ihre Hausaufgaben gründlich. Sie beschafften und bewilligten schließlich die Finanzmittel. Das bedeutete " Grünes Licht für den Schulverband" und "Volle Fahrt voraus!" für das Projekt "Traumschulhof für die Abensberger Grundschulkinder"

Das "Forum Schulhof" konstituierte sich. In ihm waren alle aktiv wirkenden Gremien vertreten."

Das "Forum Schulhof" organisieret und koordinierte Geld- und Sachspenden, Geräte, Maschinen und Material, Arbeitskräfte und Arbeitsabläufe, es verwaltete die Finanzmittel und leistete die gesamte Logistik. Das Prinzip "Benutzerbeteiligung" ein Kern des Projektes erfuhr hier eine wesentliche Unterstützung durch Profis. 3500 Quadratmeter Schulhof zu gestalten war eine große Aufgabe für mutige Leute. Da viele Hände aktiv mitarbeiteten, war sie zu bewältigen. Viele freiwillige Helfer haben sich gemeldet. Fahrzeuge und Geräte wurden zur Verfügung gestellt. Auch viele Geld- und Sachspenden sind eingegangen.

Die Verantwortlichen dürfen sicher sein, dass dieses Geld gut angelegt ist. Schließlich soll das neugestaltete Gelände später nicht nur schulisch genutzt werden. Den Abensbergern dient das Gelände in der unterrichtsfreien Zeit zur Erholung. Die Stadt wird um einen kleinen Park reicher. Die Schulkinder aber werden sich dann noch mehr auf die Pause freuen.

Im Rahmen der Neugestaltung des ca. 3500 qm großen Schulhofes Abensberg wurde das FLU Planungsteam, Landschaftsarchitekten und Ingenieure aus Regensburg vom Schulverband Abensberg mit der Planung der Umgestaltung des Schulhofes beauftragt. Bauleiter und Mediator war der Freie Landschaftsarchitekt Harald Hillebrand.

Die Entwurfsplanung mit dem Schwerpunkt "Naturerlebnis" entstand in enger, konstruktiver Zusammenarbeit mit dem AK Forum Schulhof und dem Landschaftsarchitekten unter der pädagogischen Begleitung durch Herrn Pappler. Dabei wurden die Ideen der Schüler und die Interessen des Bauherrn, des Schulverbandes Abensberg/Biburg unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften berücksichtigt.

Gemeindetagspräsident Dr. U. Brandl lobt hohes Sparpotential (...) Bürgerbeteiligungsmodelle könnten viel Geld sparen. "So haben wir in Abensberg für 60.000,00 Euro einen Pausenhof bekommen, der sonst über 300.000,00 Euro gekostet hätte"(...), so der Bayerische Gemeindetagspräsident Dr. U. Brandl bei einem Vortrag in Pentling (Regensburg) 15.10.2004

Quelle: Mittelbayerische Zeitung, Landkreis Regensburg
Autor: Christof Seidl, MZ